Club Guru ist ein privater Verein nur für Mitglieder in Barcelona für Erwachsene ab 21 Jahren. Dieser Leitfaden bietet allgemeine Informationen über Gemeinschaft, Kultur und das Vereinsmodell. Jede Anfrage wird individuell geprüft und garantiert weder Aufnahme noch Zutritt, Reservierung oder Besuchserlaubnis.
Wer nach „Cannabissorten“ sucht, begegnet schnell Begriffen wie Sorte, Kultivar, Strain, Genetik, Linie, Phänotyp, Chemotyp, Indica, Sativa und Hybrid. Im Alltag werden diese Wörter oft vermischt, obwohl sie unterschiedliche Informationen bezeichnen.
Dieser Leitfaden ist eine Orientierung, kein Produktkatalog und keine Rangliste. Er erklärt, was ein Name leisten kann, welche Quellen eine Herkunftsangabe stützen und warum weder Chemie noch Wirkung allein aus einer Bezeichnung abgeleitet werden dürfen.
Ein klareres Vokabular
Kultivar
„Kultivar“ ist ein hilfreicher Begriff für eine kultivierte Auswahl, die wegen bestimmter Merkmale ausgewählt und durch Vermehrung erhalten wird. Kommerzielle Cannabisnamen erfüllen jedoch nicht immer einen formalen botanischen Standard. Deshalb gehören Herkunft und Dokumentation zur Bezeichnung.
Sorte
Im allgemeinen Deutsch bezeichnet „Sorte“ einen benannten Typ oder eine Linie. In der Botanik kann der Begriff enger verwendet werden. Hier dient er der Verständlichkeit, ohne eine feste chemische Kategorie vorzutäuschen.
Strain
Das englische Wort „Strain“ ist im Cannabiskontext verbreitet, stammt aber nicht aus einer präzisen botanischen Systematik für Kulturpflanzen. Es kann als gebräuchliche Bezeichnung dienen, ist jedoch kein wissenschaftlicher Identitätsnachweis.
Genetik oder Abstammungslinie
Eine Abstammungsangabe beschreibt die behauptete Herkunft einer Auswahl. Sie ist besonders aussagekräftig, wenn eine Primärquelle wie der Züchter und eine nachvollziehbare Dokumentation vorliegen. Auch eine veröffentlichte Genealogie garantiert jedoch nicht, dass jede später gleich benannte Probe genetisch identisch ist.
Phänotyp
Der Phänotyp ist die beobachtbare Ausprägung, die aus dem Zusammenspiel von Genetik und Umwelt entsteht. Pflanzen aus derselben Kreuzung können sich unterscheiden. Eine ausgewählte Ausprägung kann eine Nummer oder einen eigenen Namen erhalten.
Chemotyp oder chemisches Profil
Ein Chemotyp ordnet eine Probe anhand ihrer Zusammensetzung ein. Cannabinoid- und Terpenangaben brauchen eine Analyse der konkreten Probe mit Datum, Methode und Einheit. Der Sortenname ersetzt diese Daten nicht.
Drei verbreitete Arten der Einordnung
1. Geschichte und Herkunft
Hierzu gehören lokale Populationen, traditionelle Linien und Auswahlen mit regionalem Bezug. Genomische Studien helfen, die Domestikationsgeschichte zu rekonstruieren. Vereinfachte Herkunftserzählungen können jedoch komplexe Entwicklungen verkürzen.
2. Angegebene Elternlinien
Moderne Kreuzungen werden häufig über die Namen der Eltern beschrieben. Das ist nützlich, wenn die Angabe aus einer identifizierbaren Quelle stammt und widersprüchliche Versionen offen benannt werden.
3. Gemessene Zusammensetzung
Cannabinoide, Terpene und weitere Bestandteile beschreiben die Chemie einer bestimmten Probe genauer als ein Name. Auch diese Messung bleibt eine Momentaufnahme einer Probe zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Indica, Sativa und Hybrid
Diese Begriffe sind kulturell weit verbreitet, bilden genetische und chemische Vielfalt aber nicht zuverlässig vollständig ab. Der separate Leitfaden erklärt, was Indica, Sativa und Hybrid aussagen – und was nicht.
Beispiele dokumentierter Namensgeschichten
Die Bibliothek enthält Profile mit unterschiedlicher Belegstärke:
- Gary Payton und Gelato 33 und Gelato 41: Die Herkunftsangaben lassen sich identifizierbaren Erstquellen zuschreiben; sie bleiben Aussagen der beteiligten Marken oder Personen.
- Oreoz: derzeit eine ausdrücklich qualifizierte Sekundärzuschreibung; Züchter-/Namensverknüpfung und elterliche Richtung sind vorläufig.
- RS11 / Rainbow Sherbert #11: Die Herkunft bleibt ungeklärt, solange kein authentifizierter Erstbeleg vorliegt; Urheber, Auswahl und genaue Abstammung werden nicht als gesichert dargestellt.
Diese Profile dokumentieren Quellen und Unsicherheiten. Sie belegen weder feste Potenz noch medizinische Wirkung, aktuelle Verfügbarkeit oder eine genetische Identität jeder gleich benannten Probe.
Was eine belastbare Sortenbeschreibung prüft
- Wer schreibt den Namen oder die Kreuzung wem zu?
- Handelt es sich um Züchter, Labor, Produzent oder Sekundärdatenbank?
- Gibt es widersprüchliche Darstellungen?
- Bezieht sich eine Messung auf eine klar bezeichnete Probe?
- Werden zugeschriebene Aromen, gemessene Chemie und subjektive Erfahrungen getrennt?
Quellen
- Smith C. J. et al. (2022): The phytochemical diversity of commercial Cannabis in the United States, PLOS ONE.
- Watts S. et al. (2021): Cannabis labelling is associated with genetic variation in terpene synthase genes, Nature Plants.
- Ren G. et al. (2021): Large-scale whole-genome resequencing unravels the domestication history of Cannabis sativa, Science Advances.
Hinweis: Die Bibliothek enthält keine Preise, Verfügbarkeit, Anbauanleitungen, universellen THC-Werte oder Empfehlungen für Beschwerden und gewünschte Wirkungen.
Für den größeren Zusammenhang: lesen Sie wie Cannabis Social Clubs in Barcelona funktionieren oder die Mitgliedschaftsanfrage bei Club Guru.
